Endlich wieder Bärlauch-Zeit

Das bärige Super-Food des Waldes schenkt uns viel Kraft gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Bär-Lauch. Wie der Name verrät, ist das Kraut ein altes Heilkraut das dem "Seelen-Tier" Bär gewidmet ist. Unsere Urahnen glaubten daran, dass sich Tiere in bestimmten Pflanzen manifestieren und deren Kraft so auf die Pflanze übertragen wird.

Bären fressen viel Bärlauch um nach dem langen Winterschlaf wieder Kraft zu tanken.

Wer im Frühling raus geht in den Wald, dem strömt vielerorts der charakteristische Duft des Bärlauchs in die Nase. Das bärige Kraut ist super-gesund und schmeckt lecker im Salat, als Pesto oder in Suppen.


Bärlauch hat viele wertvolle Inhaltsstoffe


Der typische knoblauch-artige Geruch des Bärlauchs kommt von seinen ätherischen Ölen, die befreiend und desinfizierend auf die Atemwege wirken. Die ätherische Öle wirken außerdem noch reinigend auf die Blutgefäße - was ein gutes Mittel gegen Arteriosklerose ist.


Wie viele andere Frühlingskräuter auch, enthält der Bärlauch reichlich Vitamin C, einem guten Mittel gegen Frühjahrsmüdigkeit. Das enthaltene Eisen wirkt blutbildend und wirkt Eisenmangel entgegen. Daneben enthält Bärlauch viele Mineralien wie Magnesium und Mangan die für einen gesunden Körper benötigt werden.



Bärlauch ernten

Mutter Natur beschenkt uns im Frühling mit vielen wertvollen Kräutern, die uns dabei unterstützen nach dem langen Winter wieder zu Kräften zu kommen. Das macht sie selbstlos und ohne etwas von uns zu erwarten.


Frische Kräuter sind Kraftpakete - und das noch dazu regional, saisonal, frisch - und gratis. Dafür bin ich Mutter Erde dankbar und bevor ich Kräuter oder Wildpflanzen ernte, bedanke ich mich immer dafür.


Am besten stattest du dich mit einem Stoffbeutel und einem scharfen Messer aus, wenn du Bärlauch ernten gehst. Vermeide Sammel-Plätze, die typische Hunde-Pippi-Zonen sind und auf denen Tiere (Kühe, Schafe) weiden. Nachdem sowohl Geschmack als auch Inhaltsstoffe schnell schwinden, verarbeite den Bärlauch möglichst schnell.

Auch wenn Bärlauch üppig wächst, bitte berücksichtige einige Punkte, um den Pflanzen nicht zu schaden:

  • Schneide die Blätter mit einem Messer ab, um die Pflanze nicht samt Wurzel auszureißen.

  • Nimm immer nur 2-3 Blätter pro Pflanze, damit sie sich regenerieren kann.

  • Auch Wild-Tiere mögen Bärlauch - deshalb sammle nur dort, wo es genug Bärlauch gibt.

  • Beachte dass das Sammeln in Naturschutzgebieten verboten ist.

  • Halte Abstand zu Futterstellen um Wildtiere nicht zu stören.

  • Pflanzen sind fühlende Lebewesen - nimm Rücksicht und zertrete sie nicht rücksichtslos.

  • Sammle immer nur so viel wie du auch tatsächlich brauchst und verarbeiten möchtest.

 

Bärlauch kann in der Küche vielfältig verwendet werden.


In den letzten Jahren feiert Bärlauch ein Revival der besonderen Güte und hält Einzug bis in die Sterne-Küche. Denn das wilde Knoblauch-Kraut schmeckt zwar wie sein gezüchteter Verwandter, doch zur Freude der Mitmenschen kommt er ohne lästigen Körper- oder Mundgeruch aus.

Wichtig zu wissen: Bärlauch kann nicht getrocknet werden da dadurch das Aroma verloren geht. Verarbeite ihn daher entweder frisch oder eingefroren oder eingelegt.



Hier ein paar Tipps:

  • Wenn du Bärlauch einfrierst, dann immer unblanchiert und im Ganzen oder kleingeschnitten. Er wird direkt noch gefroren dem gewünschten Gericht beigegeben.

  • Als schmackhaftes Bärlauchöl oder Bärlauchpesto verarbeitet ist er bis zur nächsten Saison haltbar

  • Frischen Bärlauch immer gut waschen und trockenschleudern. Damit as Aroma nicht leidet, erst kurz vor der Verwendung kleinschneiden.

  • Neben den Blättern kannst du auch die Blüten verwenden.

  • Bärlauch schmeckt super-lecker wenn du ihn als Bärlauch-Butter oder Bärlauch-Topfen verarbeitest.

  • Verwende Bärlauch zum Würzen von Suppen, Nudeln, Salaten, Knödeln, Soßen, Kartoffelgerichten oder anderen Gerichten. Im Internet findest du viele schmackhafte Gerichte.

  • Damit der Bärlauch nicht sein Aroma verliert, solltest du ihn nie lange kochen oder braten. Am besten schmeckt er roh oder nur sehr kurz mitgegart.

  • Bärlauch harmoniert sehr gut in Fischgerichten, Suppen, Salaten, hellen Soßen oder auch in Kartoffelgerichten.





 

Bärlauch vom giftigen Maiglöckchen unterscheiden


Beim Sammeln von Wildpflanzen ist immer Vorsicht geboten, um sie nicht zu verwechseln. Bärlauch Blätter schauen denen vom giftigen Maiglöcken ähnlich - doch die Unterscheidung ist sehr einfach.

  • Duft Zerreibe die Blätter zwischen den Händen. Riechen sie nach Knoblauch handelt es sich eindeutig um Bärlauch.

  • Blattfarbe Bärlauchblätter sind an der Blatt-Oberseite matt, Maiglöckchen-Blätter glänzend.

  • Blüten Bärlauch blüht etwa 2 Monate vor dem Maiglöckchen. Auch die Form der Blüten unterscheiden sich. Während die Bärlauchblüten sternförmig sind, haben Maiglöckchen - wie der Name beschreibt - glöckchenartige Blüten.










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